Unsere Hochzeit haben wir im Gasthof Lütkewitte in Westenholz gefeiert. Das Ambiente, das Essen und der Service bescherten uns wahre "Sternstunden der Gastlichkeit". Wir haben hier nicht "einfach einen Saal gemietet", sondern mit Familie Lütkewitte den wohl wichtigsten Tag in unserem Leben geplant. Dabei fühlten wir uns gut aufgehoben und waren mit allen Details vollumfänglich zufrieden.

Nach der Ankunft begrüßten wir unsere Gäste bei einem Sektempfang, den wir bereits nach kurzer Zeit in den gut klimatisierten Innenraum verlegt haben - die Wärme war wirklich drückend.

Svens Schwester Nadine hatte das Backen der Hochzeitstorte übernommen. Für das, was sie hier auf viereinhalb bis fünf Etagen präsentierte, wäre unserer Meinung nach eigentlich eine Ausbildung zur Stuckateurin erforderlich gewesen. Gekrönt wurde dieses Werk durch das Aufbringen unseres Trauspruchs und eine dieser zeitlos schönen Willow Tree-Figuren, die wir seit Jahren leidenschaftlich gerne sammeln. Leider wurden wir von den hungrigen Gästen dazu genötigt, dieses Kunstwerk tatsächlich anzuschneiden. Hmm, lecker :-)

Und dann gab es das erste Event - und das war nicht von Pappe. OK, es war aus Papier - und noch mehr Papier - ja, sehr viel Papier. Dieses Sammel-Geschenk der Familie sollte uns später viel Freude bereiten, uns aber noch eine Woche nach der Hochzeit intensiv beschäftigen - auf die eine oder andere Art.

Nach dem Kaffeetrinken wurden im Garten des Gasthofes weitere Hochzeitsbilder gemacht. Angesichts nicht ganz optimaler Lichtverhältnisse und der noch immer vorherrschenden Wärme eine echte Herausforderung. Wir sind mit der Arbeit von Stephan Redeker (Fotostudio Redeker), den wir für die zwei Tage als Hochzeitsfotograf engagiert hatten, sehr zufrieden. Er war uns und unseren Gästen sehr sympathisch und die Ergebnisse zeigen, dass er sein Handwerk versteht :-)

Anschließend wurde es Zeit, die zum Abend geladenen Gäste zu begrüßen. Erneut durften wir Glückwünsche und mitgebrachte Blumen sowie andere Geschenke entgegengennehmen. Eine Aufzählung und Darstellung aller kreativen Ideen würde diesen Rahmen sprengen. Nur soviel sei verraten: Unsere Wohnung glich noch lange Zeit einem gut sortierten Deko- und Blumenladen und wir haben uns wirklich viel Zeit genommen, die zum Teil sehr mühevoll gestalteten Präsente zu entdecken.

Nachdem die Festgesellschaft die Plätze eingenommen hat, haben wir eine kurze Ansprache zur Begrüßung gehalten. In dieser wurden einige Highlights der zurückliegenden Tage genannt. Das bewusst gewählte Leitmotiv der "Dankbarkeit" fand indes ihren Höhepunkt, als wir unserer Freundin Marion ein symbolisches Präsent überreichten. Denn ihre Geburtstagseinladung hatte es damals überhaupt erst möglich gemacht, dass wir uns (wieder)trafen und somit ein Paar werden konnten.

Sven überraschte Petra mit dem Gedicht "Segel der Leidenschaft", welches er ihr bereits zum ersten Valentinstag im Jahre 2010 geschrieben aber noch nicht vollendet hatte. Seitdem wartete er auf eine passende Gelegenheit zum Vortrag. Die Hochzeit war ihm Anlass genug und bot zudem einen feierlichen Rahmen.

Anschließend widmeten wir uns ausgiebig dem schmackhaften und reichlichen Abendessen, das in vier Gängen am Platz serviert wurde - und dem Vernehmen nach viel Zuspruch fand.

Anschließend wurden wir als Brautpaar überrascht, wie noch viele weitere Male an diesem Abend.
Unsere Trauzeugen haben eine Hochzeitszeitung erstellt und genug Exemplare drucken lassen, um alle Interessierten damit zu versorgen! Auf den 16 schön gestalteten Seiten finden sich u.a. kommentierte Hobbies und Fotos aus unserer Kindheit oder Berichte über die Abschiede vom Dasein als Junggesellin und Junggeselle. Vollständig entschlüsselt werden auch die Daten, die wir in die Hochzeitseinladung mit aufgenommen haben. Für die Blockbuster-Fotostory anhand derer dies geschieht, hat Petras Schwester Sonja die jeweiligen Szenarien aufwendig mit Lego-Figuren nachgestellt und sogar Original-Schauplätze für den Hintergrund fotografiert.

Eine  e l e k t r o n i s c h e   V e r s i o n   d e r   H o c h z e i t s z e i t u n g
steht nach der Anmeldung unter dem Menüpunkt Fotogalerien Hochzeitsfeier zum Download zur Verfügung.

Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgte bereits seit dem Abendessen die Band mit dem Namen livehaftig in 4-köpfiger Besetzung. Nachdem sie am frühen Abend ihr Equipment aufgebaut und bereits zum Abendessen zu Spielen begonnen haben, war es nun Zeit für den Eröffnungstanz. Die Liedauswahl für einen langsamen Walzer fiel auf "You Light Up My Life". Mit diesem Song aus dem Film "Stern meines Lebens" belegte Sängerin Debbie Bone 1977 zehn Wochen lang Platz 1 der Hitlisten in den USA.

 

You Light Up My Life


1. So many nights I´d sit by my window
waiting for someone to sing me his song.
So many dreams I kept deep inside me,
alone in the dark but now you´ve come along.


Refrain:
And you light up my life.
You give me hope to carry on.
You light up my days
and fill my nights with song.


2. Rollin´ at sea, drift on the waters,
could it be fin´lly I´m turning for home.
Fin´lly a chance to say, "Hey! I love you",
never again to be all alone.


Refrain

Die nächste Überraschung wartete bereits: Svens Mutter hatte dem Brautpaar einen romantischen "Sternenhimmel" geschenkt. Mit einer kurzen Anmoderation bat Organisatorin Christiane Heitmann das Brautpaar und seine Gäste auf die Grünfläche vor dem Haus. Hier waren über 100 Luftballons mit daran befestigten Knicklichtern in Bündeln verknotet und auf dem Boden verankert. Svens Aufgabe bestand nun darin, die Ballons zu entfesseln und diese nach einem Kuss für Petra an die Festgesellschaft zu verteilen - möglichst so, dass jeder einen Ballon bekam. Es ist wirklich schwer, solch ein Ereignis auf Fotos festzuhalten - denn die Weite des Nachthimmels, in den wir unsere Ballons mit guten Wünschen kurz darauf entschweben ließen, kann keine Kamera wirklich einfangen - ganz zu schweigen von der tollen Atmosphäre dieses Augenblicks!

Nachdem die Lichter am Himmel immer kleiner geworden und nicht mehr zu erkennen waren, läuteten die Glocken der umliegenden Kirchtürme: Mitternacht!. Jetzt mussten wir eilends zurück in den Festsaal, denn sowohl Petras Schwester Sonja als auch ihr Vater Peter feierten Geburtstag und wir hatten für beide ein Ständchen mit der Band abgesprochen :-)

Die nächste Überraschung ließ nicht lange auf sich warten, und die ist ebenfalls gelungen. Ohne Vorankündigung lief plötzlich die halbe Familie auf die Tanzfläche und präsentierte uns in Flashmob-Manier eine gymnastische Einlage zur Musik. Wir wären als Brautpaar gerne mit eingestiegen weil es so mitreißend war. Aber wir wollten natürlich die uns unbekannte Choreographie nicht stören :-) Stark!

Anschließend lud ein Mitternachtsimbiß zur Stärkung ein. Und wer sich bisher noch nicht in das Gästebuch eingetragen oder seinen Namen für die Heißluftballon-Collage auf ein rundes Stück Papier geschrieben hatte, konnte nun die Gelegenheit nutzen - bevor die Feier mit dem nächsten Programmpunkt weiterging.

Und was würde man Anfang Juni in den frühen Morgenstunden eines Pfingtsonntags am wenigsten erwarten? Richtig: einen Weihnachtsbaum zu schmücken! Doch genau das war Ziel des nächsten Spiels, das unsere Trauzeugen vorbereitet hatten. Die Begründung liegt darin, dass unser Weihnachtsbaum in jedem Jahr nicht nur recht üppig ausfällt, was Größe und verwendetes Material betrifft, sondern auch mit viel Aufwand und wenig Kompromissen geschmückt wird. Nun galt es, dass Petra und Sven jeweils ein Team zusammengestellt haben, die dann zuvor im Saal verteilten Baumschmuck einsammeln mussten, um damit den Baum zu schmücken. Wie bei der "Reise nach Jerusalem" waren immer ein Stück Schmuck weniger als Mitspieler vorhanden. Wer nichts ergattern konnte, schied aus und musste ein Glas warmen Glühpunsch trinken. Na dann: Zum Wohl! Das Brautpaar wünscht allen Frohe Weihnachten - in jedem Jahr :-)

Jede noch so schöne Feier geht einmal zu Ende. Nachdem der kostenlose Shuttle-Service mit unseren Fahrern Arne und Martin bereits viele unserer Gäste wohlbehalten nach Hause gebracht hatte, traten auch wir die Heimreise nach Geseke an, wo wir dann gegen 6 Uhr morgens eintrafen. Natürlich freuten wir uns über die großzügig vor dem Hauseingang verteilten Sägespäne ebenso wie über das WC-Papier, mit dem die Bäume der Einfahrt dekoriert waren :-)

Wir waren glücklich und zufrieden als dieser ereignisreiche und schöne Tag zu Ende ging. 


Fotogalerien Hochzeitsfeier   |   Hochzeit von Petra & Sven   |   HOME   |   Verlobung